Im Wurzelchakra geht es um unser physisches Sein, um unseren Körper, unseren Platz auf der Erde, um Geld, Wohnen, Sicherheit, materielles Versorgtsein, Standhaftigkeit, Ausdruck unserer Seele im Materiellen, Erdverbundenheit. Nachdem beim letzten Mal die Verbindung zwischen Erde und Himmel in uns Thema war, ging es heute weiter im Blick nach unten zum materiell-physischen Pol der Wirklichkeit. Unsere Verwurzelung und Verankerung und unser Wirken darin.
Aufstellungsbeginn: Wir (Die Teilnehmer / Menschen), unser Wurzelchakra, der Planet Erde
Unser Wurzelchakra liegt auf dem Boden. Es hat keine Kraft. Eine schwere Last ist in ihm. Die Erde ist daneben.
Wir knien auf dem Boden und möchten der Erde Ehrfurcht und Respekt vermitteln.
Wir werfen einen Blick weit zurück in die Vergangenheit, als wir in der Kinderstube der Menschheit noch in einer harmonischen Beziehung zur Erde standen und unser Wurzelchakra heil war. Dort fühlten wir uns geborgen im Leben und rundum sicher und versorgt. Nachdem wir aber den Schritt in die Polarität und Trennung gemacht hatten, prägen Existenzsorgen, Kampf um materielle Güter, Suche nach Sicherheit und Überleben etc. unser Leben hier.
Die schwere Last im Wurzelchakra zeigt sich im Verlauf als das zentrale Thema in der Aufstellung. Sie wirkt wie versteinert und unlebendig. Viele Schichten von Ablagerungen ohne Leben.
Sie ist in Beziehung zu etwas, was aus dem Wurzelchakra ausgelagert und abgespalten ist, aber doch eigentlich zu uns und unserem Wurzelchakra gehört.
Das Ausgelagerte zeigt sich als Seelenanteile von uns, Schattenanteile, die wir durch Selbstverurteilung abgespalten haben.
Wir können sie mithilfe von göttlicher, bedingungsloser Liebe wieder annehmen und bei uns integrieren. Das führt zu einer gewissen Belebung der schweren Last im Wurzelchakra. Hilft aber noch nicht entscheidend weiter.
Hinter der schweren Last zeigt sich eine Schaffens- und Schöpferkraft im Wurzelchakra, die wir mit großer Gewalt unterdrückt halten, aus Angst, sie zu missbrauchen. Dies lähmt uns und unseren Ausdruck. Aber wir müssen erst den besseren Weg finden und wählen, unsere Schöpferkraft in Verbindung mit dem Herzen und Anbindung an das Göttliche zu verwenden.
Wir schauen noch nach dem Männlichen und Weiblichen, dem Yang und dem Yin in unserem Wurzelchakra.
Die weibliche Seite fühlt sich hier wie zu Hause und ist eng mit dem Physischen, der Erde und dem Wurzelchakra verbunden. Dennoch fehlt ihr etwas.
Das, was fehlte, war ihre eigene Verbundenheit mit dem Göttlichen in ihr. Dass sie selbst es in sich hütet und ehrt.
Die Yang / männliche Kraft im Wurzelchakra war sehr erleichtert, als die weibliche Seite das Göttliche in sich selbst bewusst ehrte und hütete. Denn vorher war die männliche Seite eher übervorsichtig oder aus Unsicherheit heraus verletzend. Sie konnte es auf eine Weise nur falsch machen bei einem weiblichen Gegenüber, das mit sich und der eigenen Göttlichkeit verbunden war.
Doch auch so, war die männliche Seite von einer großen Unsicherheit und Verlorenheit geprägt. Sie war hier nicht in der gleichen Weise zu Hause. Traditionell wird eher der geistige Pol dem Männlichen und der materielle Pol der Wirklichkeit dem Weiblichen zugeordnet.
Es zeigten sich außerdem Bilder von Tod und erdgebundenen, verlorenen Seelen. Vor allem auch Soldaten, die auf Schlachtfeldern gestorben waren, aber nicht den Weg in das Licht zurückgefunden hatten, sondern verloren zwischen Erde und Himmel umherwanderten. Angezogen und verbunden mit anderen verstorbenen Kameraden. Solche Erfahrungen und Felder schwächten die männliche Kraft im Wurzelchakra.
Die Aufmerksamkeit ging jetzt aber wieder zurück zu der schweren Last im Wurzelchakra, der es nach wie vor nicht besser, sondern nur noch schlechter ging.
Warum geschah hier keine Verbesserung? Weil es sich hier um all die Erfahrungen auf der Erde mit Wurzelchakra-Themen handelte, die schwierig oder traumatisch waren, die wir aber verdrängt hatten, damit das Leben weitergehen konnte.
Wir brauchen hier als Beispiel nur an das Nachkriegsdeutschland denken, als es um den Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder ging und nicht um eine Aufarbeitung der Kriegs- und Flüchtlingstraumen.
Jetzt, wo wir anfingen hinzuschauen und die göttliche Quelle dabei um Hilfe baten, brach die Stellvertreterin der schweren Last in lang anhaltendes Weinen mit vielen Tränen aus.
Dies forderte einiges an Zeit und Aufmerksamkeit, wirkte aber heilend und reinigend für alle.
Das Wurzelchakra teilte noch mit, dass es sich wie in tausend Stücke zersplittert anfühlt und wie abgeschaltet. Es suchte nach der Erlaubnis der Erde, um wieder funktionieren zu dürfen.
Es brauchte hier eine tiefe Begegnung zwischen uns und der Erde. Sodass wir sie und ihre Ressourcen nicht mehr einfach benutzten mit unserem Wurzelchakra, sondern hier in einem Dialog standen und sie um Erlaubnis fragten.
Sie kam dann auch über einen Augenkontakt und eine Herzensbegegnung.
In einer späteren Aufstellung hat sich bestätigt, dass sich gerade auch Kriegserfahrungen, die ja unsere irdische Existenz insgesamt betreffen, im Wurzelchakra abspeichern.
Es hat sich auch gezeigt, dass es wichtig ist hier Altlasten aus vergangenen Inkarnationen und aus dem Ahnenfeld zu heilen. Dies verhindert, dass sie sich erneut im Außen manifestieren.